Music Edition Winter & Winter


Winter & Winter ist eine international bedeutende Musikproduktion, hervorgegangen aus dem Label JMT/Bamboo. JMT/Bamboo wurde von Stefan Winter zwischen 1985 und 1995 geleitet, um die zeitgenössischen Strömungen des Jazz, vor allem in New York zu dokumentieren. In dieser Dekade werden die Debütplatten bedeutender Künstler wie Uri Caine, Jean-Paul Bourelly, Steve Coleman, Greg Osby, Hank Roberts und Cassandra Wilson realisiert sowie wichtige Aufnahmewerke von Django Bates, Robin Eubanks, Craig Harris, Tim Berne, Paul Motian, John McLaughlin, Herb Robertson und Gary Thomas.

 

1995 entwickeln Stefan Winter und Mariko Takahashi ein neues, grenzüberschreitendes Konzept und gründen in den darauf folgenden Jahren Winter & Winter, um Strömungen der Klassik, der zeitgenössischen Musik und Improvisation sowie Musik aus aller Welt zu verbinden. 

 

Seit 1996 entstehen Musikproduktionen (Music Edition) der Künstler Hans Abrahamsen, Noël Akchoté, Teodoro Anzellotti, Aníbal Arias & Osvaldo Montes, Arditti String Quartet, Alan Bern & Brave Old World, Paolo Beschi & La Gaia Scienza, Theo Bleckmann, Jim Black, Die Freitagsakademie, Uri Caine, Stian Carstensen & Farmers Market, Dave Douglas, Marc Ducret, Fred Frith, Ensemble Recherche, Stefano Gervasoni, Lorenzo & Vittorio Ghielmi, Kneebody, Mauricio Kagel, Reinbert de Leeuw & Schoenberg Ensemble, Guy Klucevsek, George Kuo, Andrés Linetzky & Vale Tango, Tangata Rea, Paul Motian, Salvatore Sciarrino, Annegret Siedel & Bell'Arte Salzburg, Barbara Sukowa, Ernst Reijseger, Wolfgang Rihm, Marianne Rônez & Affetti Musicali, Konrad Ruhland, Fabio Nieder, Voches de Sardinna, Windsbacher Knabenchor, Fumio Yasuda, Aarón Zapico & Forma Antiqva, Stefan Zeniuk & Gato Loco. Werke wie "Venezia la Festa", "Urlicht/Primal Light", "Im wunderschönen Monat Mai", "The Goldberg Variations" und "Requiem for a Dying Planet" brechen Konventionen und setzen neue Maßstäbe.

 

Zu den Besonderheiten zählen HörFilme ("Kino für geschlossene Augen" wie der Spiegel titelt). Diese Klanggeschichten entstehen auf Straßen, Gassen, Plätzen, in verlassenen Kirchen, in Scheunen, Hinterhöfen, manchmal auch in Lofts, Varietés und auf Bühnen. Die Collage der Aufnahmezustände vertraut der Erzählkraft der Geräusche und Musik.

 

Winter & Winter beginnt 2003 mit der Herausgabe von Filmproduktionen (Film Edition) der Regisseure Nicolas Humbert & Werner Penzel, Joan Grossman & Paul Rosdy sowie Mauricio Kagel. Veröffentlicht werden unter anderem die Kultfilme "Step Across The Border" und "Ludwig van".

 

Nach 2007 werden Hörbücher (Literatur Edition) mit Werken von Gabriele D'Annunzio, Werner Herzog, E.T.A. Hoffmann, Siegfried Kracauer, W. G. Sebald und Max Mohr ins Programm genommen. Zu den Besonderheiten gehören die Autorenlesungen von Werner Herzogs Tagebüchern "Vom Gehen im Eis" und "Eroberung des Nutzlosen".

 

Das visuelle Konzept wird mit Werken der Künstler, Fotographen und Graphiker Nobuyoshi Araki, Thom Argauer, Georg Baselitz, Myra Brooklyn, Ursula Burghardt, Steve Byram, Marcel van Eeden, Stephan Fritsch, Ruri Fujita, Mikiko Fujita, Andy Goldsworthy, Mark Harrington, Martin Kippenberger, Per Kirkeby, Robert Lewis, Günter Mattei, Tina Modotti, Daido Moriyama, Yoshitomo Nara, Georgia O'Keeffe, Fumie Sasabuchi, Tamae Takahashi, Yuko Takatsudo, Mamiko Takayanagi, Miwa Ogasawara, Rinus Van de Velde und Jerry Zeniuk ausgeführt.

 

Seit 2000 stellt Winter & Winter Arbeiten von bildenden Künstlern in der eigenen Galerie am Viktoriaplatz in München Schwabing aus, dort kann man bei einem Cappuccino oder Tee die Musikproduktionen hören und das gesamte Programm kennenlernen.

 

Seit 2014 fördert und realisiert Winter & Winter die Schaffung analoger Klangkunstwerke als Unikate. In diesem Zusammenhang entstehen auch spartenübergreifende Kunstwerke. Die Aufnahme von Ernst Reijseger, geschaffen nach den Farben von Jerry Zeniuk, dienen Jerry Zeniuk als Vorlage für sieben neue Bilder. Im Jahr 2015 publizieren der Cellist Ernst Reijseger und der Maler Jerry Zeniuk diese sieben Ton- und Bildwerke jeweils als Unikat.

 


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